Unterschied zwischen Fitness und Bodybuilding

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Bodybuilding und Fitness werden oft gemeinsam genannt, dabei unterscheiden sie sich aber gravierend in Zielen und Ausführung.  In diesem Blog werde ich über die Unterschiede zwischen Fitness und Bodybuilding aufklären.

Fühlt euch bitte nicht auf die Füße getreten, falls ihr anderer Meinung seid, denn es gibt hier natürlich nicht nur schwarz oder weiß – wie bei so vielen Dingen im Leben gibt es auch Mischformen und Ausnahmen.

 


Fangen wir mit Fitness an:

Fitness kann jeder betreiben. Jung und alt können sich durch verschiedenste art und weise fit halten. Sei es durch Laufen, Radfahren, Crossfit, Zumba, Aerobic oder Krafttraining (auch daheim). Also ist Fitness ein Überbegriff Sport der das körperliche Wohlbefinden fördern soll.

Wer fit ist, der ist leistungsfähiger im Alltag und kann körperliche Herausforderungen leichter bewältigen. Ein fitter Körper hat auch meist weniger Körperfett als ein nicht-fitter Körper und man fühlt sich wohl in seiner Haut. Auch eine tolle Optik – ein schöner definierter Sixpack und eine schlanke Figur – können mit Fitness Training gut erreicht werden.

Fitness kann auch zum Beruf gemacht werden. Fitness-Models verdienen ihr Geld in der Werbebranche, indem sie auf Bildern und in Werbungen eine „fitte“ Figur machen 🙂

Der Fitness-Model-Look ist auch das was die meisten Menschen anstreben. Ein dauerhaft schlanker, definierter Körper, den man gerne zur Schau stellt. Klingt doch super! 😀

Zu Fitness gehört eine sinnvolle, gesunde Ernährung (Intuitive Eating mit natürlichen Lebensmitteln funktioniert für diesen Bereich oft gut) und eine mehr oder weniger strukturierte Workout Routine. Fitness sollte generell Spaß machen und gut in das alltags Leben integriert werden können.

 

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Fitness soll Spaß machen!

 


Was ist jetzt der Unterschied zum Bodybuilding?

Bodybuilding ist eine Sportart, welche sich rein auf die Optik des Körper bezieht. Als BodybuilderIn versucht man mittels gezieltem Training im Fitness Studio den Körper nach seinen Wünschen und Vorstellungen zu formen. Bei Wettkampf-BodybuilderInnen gilt es auch die Vorstellungen und Richtlinien von bestimmen Wettkampf-Kategorien (aka Klassen) einzuhalten.

Um dies tun zu können, müssen einige „Regeln“ eingehalten werden.

Ein/e BodybuilderIn hält sich an Ernährungspläne/-richtlinien, hat Diät- und Aufbau-Phasen in regelmäßigen Abständen und versucht mit einer strukturierten Workout Routine (angepasst an die eigenen Stärken und Schwächen) die Körpersymmetrie zu perfektionieren. Das Training wird fast immer zu 100% im Fitness-Studio absolviert, um die Körperpartien isoliert bearbeiten zu können. Dazu werden genaue Trainingspläne erstellt und strikt kontrolliert, ebenso müssen Ernährung und Regeneration permanent adjustiert und eingehalten werden, um maximales Muskelwachstum zu erzielen.

BodybuilderInnen sind auch nicht immer frei von Körperfett, wie so viele gerne glauben wollen. Sie nehmen den Anstieg des Körperfetts in Kauf um stärker zu werden und in kürzerer Zeit mehr Muskelmasse aufbauen zu können. BodybuilderInnen planen ihre Diät- und Aufbau-Phasen sehr genau, um irgendwann vielleicht auf einer Bühne ihre Arbeit präsentieren zu können. BodybuilderInnen sind also nicht permanent „in shape“ und das ist pure Absicht.

Symmetrie ist ein wichtiger Aspekt des Bodybuildings. Hier geht es tatsächlich rein um die Optik an einem bestimmten Tag X. Dem Tag der Show. Ein/e BodybuilderIn muss nur auf der Bühne eine perfekte Figur machen.

Wer sich jetzt gigantische Muskelberge vorstellt, der kann sich täuschen, denn es gibt Bodybuilding inzwischen in vielen verschiedenen Kategorien, angefangen von den zierlichen Bikini Fitness Mädchen, welche kaum 50kg auf die Waage bringen, bis hin zu den super schweren Bodybuildern die sogar fettfrei über 120kg wiegen.

Jede Kategorie hat ihre eigenen Anforderungen an die AthletInnen und fordert dazu auf diese einzuhalten. Sofern man also erfolgreich sein möchte, sollte man sich an der Optik der jeweiligen Klasse orientieren. Bei Frauen zB. können zu viel Beine, zu wenig Po oder ein zu stark ausgeprägter Rückens schon mal zu einer Abwertung in ihrer Kategorie führen. Deshalb muss das Training genau auf den eigenen Körper und die Anforderungen der Kategorie angepasst werden. Das geht mit Sportarten, welche ich oben bei Fitness genannt habe kaum. Ein großer Unterschied also.

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Figur Klasse 2016

 


Gesundheit

Anders als Fitness ist Bodybuilding auch nicht zwingend „gesund“. Denn unser Körper ist nicht darauf ausgelegt permanent ein maximales Ausmaß an physischer und psychischer Leistung zu erbringen und so viel Muskelmasse mit sich herumzutragen.

„Zu viel“ Muskulatur ist ebenso eine körperliche Belastung wie zu viel Körperfett. Jedes Kilogramm Muskulatur muss vom Körper versorgt und durchblutet werden. Fettgewebe hat diese Ansprüche nicht, denn es dient „nur“ als Energiespeicher, wohingegen Muskulatur ein Energiefresser ist und somit im Körper „Energie-Kosten“ verursacht. Je mehr Muskelmasse erhalten werden muss, desto mehr muss auch gegessen werden.

Das klingt anfangs vielleicht toll, aber fragt mal einen Bodybuilder der 120kg Magermasse auf die Waage bringt, wie er zum Thema Essen steht… hm…

Die Diäten, welche von BodybuilderInnen vor Shows durchgezogen werden, wären aus gesundheitlicher Sicht auch mehr als bedenklich und sind auf keinen Fall für Leihen geeignet. Eine Bodybuilding Diät Phase zielt darauf ab so schnell wie möglich so viel Körperfett wie möglich abzubauen, während so wenig Muskulatur wir möglich eingebüßt werden sollte. Ein schwieriges und Kraft-zehrendes Unterfangen, welches sich nur schwer in den Alltag integrieren lässt.

Auf Leistungssport-Niveau verlang Bodybuilding dem Körper sehr viel ab. Oft werden dabei gesundheitliche Grenzen überschritten.

Bodybuilding ist ein rein optischer Vergleichs-Sport. Man vergleicht sich permanent mit sich selbst (Progress Pics über die Jahre) oder wird auf der Bühne mit anderen Verglichen. Dadurch kann ein irrsinniger psychischer Druck entstehen. Auch Essstörungen sind im Bodybuilding nicht selten, da alles rein auf das optische Erscheinungsbild des Körpers fokussiert wird.

 


Zusammengefasst:

 

Bodybuilding ist ein rein optischer Leistungssport in dem es darum geht sich irgendwann auf einer Bühne zu präsentieren, mit perfekter Körpersymmetrie, maximaler Muskelmasse und minimalem Körperfettanteil. Es kann in einem Wettbewerb pro Kategorie immer nur eine/n GewinnerIn geben und diese/r ist für normal der/die Beste.

 

Im Fitness geht es hingegen nicht ums Gewinnen oder Verlieren (es sei denn man macht Crossfit 😉 ). Man sollte sich auch nicht mit anderen vergleichen, wenn man Fitness für die Erreichung von persönlichen Ziele macht. Es geht darum sich wohlzufühlen und dem eigenen Körper mit Bewegung etwas gutes zu tun, sich fit zu fühlen und fit zu halten – bis ins hohe Alter.

 

Ich hoffe ich konnte die Unterschiede hier gut verständlich für euch aufbereiten und Klarheit schaffen.

Fitness und Bodybuilding können beides grandiose Sportarten sein. Man muss sich nur bewusst sein worauf man sich jeweils einlässt.

 

Alles Liebe,

Katharina ❤ 6FB29156-02F2-42F3-ADD8-E2A72E2E20E2

Head Coach Fitness Glam Coaching

 

 

 

 

2 Gedanken zu “Unterschied zwischen Fitness und Bodybuilding

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