Du willst auf die Bühne? Das musst du beachten!

Viele Mädels zieht es heutzutage auf die Wettkampf-Bühnen und ich finde das ist eine sehr positive Entwicklung. Nur wissen die wenigsten von ihnen was sie tatsächlich erwartet. Ich verrate dir worauf du dich gefasst machen musst:

 

1.Bodybuilding ist ein teures Hobby

Du wirst dir wahrscheinlich schon denken können, dass der hübsche Glitzer-Bikini etwas teuerer ist als einer von Intimissimi. Aber die Kosten im Hintergrund werden hingegen kaum wahrgenommen. Wichtige Kostenpunkte, die oft übersehen werden sind:

  • das viele Essen und die Supplements
  • die Studiogebühr
  • ein Wettkampf-Coach
  • die Gebühren für (Posing) Seminare
  • man braucht meistens 2 Wettkampf-Bikinis
  • Schuhe und Accessoires
  • Farbe oder Tanning-Service
  • Startbuch und Startlizenz (pro Jahr zu bezahlen)
  • Startgeld pro eingetragener Kategorie
  • Reisekosten

Das geht ganz schön ins Geld. Also überlege dir gut, ob du Bodybuilding zu deinem Hobby machen möchtest.

 

2.Dein Körper wird von anderen bewertet

Bei einem Bodybuilding-Wettkampf – und sei es auch „nur“ die Bikini Fitness Klasse – geht es als aller erstes mal um deine Symmetrie und Muskulatur. Wenn du gerade mal ein halbes Jahr wirklich trainierst und denkst nach deiner ersten erfolgreichen Diät gleich den ersten Platz abstauben zu können, dann kann das eine sehr enttäuschende Erfahrung werden. Doch ich will dir damit nicht den Mut nehmen – ganz im Gegenteil! Stell dich der Herausforderung und schau wie du neben den anderen, vielleicht erfahreneren Athletinnen aussiehst. Das kann einen für die Zukunft motivieren oder ein ziemlicher Dämpfer sein, es sei denn du gehst dein Projekt gleich von Anfang an realistisch an. Muskulatur und die perfekte Symmetrie aufzubauen benötigt Zeit und Bodybuilding ist ein Langzeitsport den man viele Jahre/Jahrzehnte ausüben kann. Also lass dir Zeit und gehe vor allem realistisch in deinen ersten Wettkampf.

 

3. Die Wettkampf-Diät ist kein Zuckerschlecken

Jeder der glaubt eine Wettkampf-Diät wäre Pipifax, der ist entweder genetisch begnadet oder hat noch nie wirklich eine gemacht. Eine Wettkampf-Diät konsumiert für gute 12 Wochen dein komplettes Sozialleben und bestimmt deinen gesamten Alltag. Du hast geregelte Essenszeiten, machst morgens dein Cardio vor der Arbeit, trainierst 6x pro Woche im Studio und gehst früh ins Bett um noch etwas Schlaf und Erholung zu bekommen. Eine Wettkampf-Diät ist ein Fulltime-Job und nur etwas für Leute die das auch wirklich wollen. Ich empfehle niemandem, der nicht 100%ig hinter seinem Ziel steht so eine Diät anzufangen, denn eine geeignete Bühnenform zu erreichen ist sehr aufwendig. Bikini Fitness Athletinnen sollten einen KFA von rund 11-12 % haben, höhere Klassen sogar im einstelligen Bereich.

 

4. Die Diät endet nicht am Wettkampftag

Du hast die Diät durchgezogen, auf der Bühne dein Bestes gegeben – wurdest vielleicht auch toll platziert – und jetzt willst du nur noch eines: (Fr)essen!!!

Achtung! Hier steckt die Falle! Nach einer Wettkampf-Diät kann man nicht sofort in seinen „normalen“ Alltag zurückkehren oder gar ein Cheatmeal nach dem anderen verdrücken. Wer so eine Diät durchgezogen hat, hat meist mit einem verändertem Hunger- und Sättigungsgefühl zu kämpfen, daher sollte nach der Diät IMMER auch eine Reverse-Diät durchgeführt werden. So nennt man die Rückführung des Körpers auf sein alltägliches Niveau.

Die Reverse-Diät kann bis zu 2 Monaten dauern. Ein guter Coach kann dich da durch führen, also verzichte bitte nicht darauf, sonst droht ein böser JoJo-Effekt!

 

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Foto-Quelle: Silvia Schober, IFBB Austria

 

Ich hoffe damit konnte ich einigen die Entscheidung erleichtern 🙂

Auf eine erfolgreiche Frühjahrssaison 2016!

Deine Katharina ❤

Head Coach Fitness Glam Coaching

 

 

5 Gedanken zu “Du willst auf die Bühne? Das musst du beachten!

  1. „Bikini Fitness Athletinnen sollten einen KFA von rund 11-12 % haben, höhere Klassen sogar im einstelligen Bereich.“

    Im einstelligen Bereich geht? … Ich dachte immer, dass bereits ein KfA von 11-12% bereits die untere Grenze des minimal erforderlichen Körperfettanteils bei Frauen darstellt.

    Oft werden sogar höhere Werte gefordert, um noch gesund zu sein. Wobei ich persönlich bestätigen kann, dass man auch mit einem KfA von 12% als Frau gesund sein kann, solange man ausreichend isst im Alltag. (Mit Bodybuilding habe ich allerdings soweit keine Berührungspunkte).

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    1. In den Klassen höheren Klassen (Figur, Women‘s Physique und Women‘s Bodybuilding) wird ein sehr niedriger KFA gefordert. Teilungen in den Beinen und ab Women‘s Physique sind auch sichtbare Streifen in der Muskulatur erwünscht. Dafür muss man sehr niedrig sein mit dem KFA.

      Bei Bikini Fitness hängt es vorallem von der Körperfettverteilung ab, wie tief man runter muss.

      Wettkampf Bodybuilding ist ein Leistungssport und kein Gesundheitssport. Allerdings wird die Bühnenform auch nicht langfristig gehalten.

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