Bist du coachbar?

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Im letzten Blog zum Thema Coaching, habe ich dir geholfen einen guten Coach auszuwählen (siehe „Wie finde ich einen guten Coach?“).

Tatsächlich kann dir aber selbst der beste Coach der Welt nicht helfen, wenn du selbst nicht coachbar bist. Selbst wenn du viel Potential hast, wird dir das nichts nützen, wenn du nicht bereit bist dich auch tatsächlich coachen zu lassen.

Was macht jemanden coachbar bzw. nicht coachbar?

 


Was musst DU für gutes Coaching mitbringen?

1.Effektive Kommunikation

Ein Coach hilft dir nicht nur bei Check-Ins, sondern ist auch eine Ansprechperson, falls es zu Problemen im Coaching Prozess kommt. Das können Wünsche, Vorlieben und Einwände bei Ernährung und Training sein oder auch einfach nur Fragen die du dich nicht stellen traust. Wenn du nicht mit deinem Coach kommunizierst, dann kann er/sie dir nicht weiterhelfen bzw. mit dir gemeinsam eine Lösung erarbeiten.

 

2. Die Fähigkeit Anweisungen zu befolgen

Ein Plan ist nur so gut wie seine Ausführung. Dein Coach zeigt dir den Weg, aber du musst ihn auch tatsächlich gehen.

Wenn dein Coach von dir Check-Ins und Updates verlangt, dann musst du sie auch liefern. Dein Coach kann nur so viel über deine Fortschritte wissen, wie du ihm/ihr mitteilst. Ohne regelmäßige Check-Ins sind keine Adjustierungen möglich.

 

3. Ein Wachstums-Mindset

Du musst willens sein in allen Bereichen deines Lebens Wachstum zuzulassen.

 

4. Kritikfähigkeit

Akzeptiere Feedback von deinem Coach und sei offen für Vorschläge. Wenn du keine Kritik zulassen kannst, dann wird Coaching sehr schwierig. Für euch beide. Also sei willens zu lernen. Dein Coach meint es schließlich nur gut und will dich voran bringen.

 

5. Eine realistische Selbst-Wahrnehmung deiner Bedürfnisse und Fortschritte

Nur wer in der Lage ist zu merken ob er/sie etwas mag oder nicht mag, ob sich etwas verändert, gut anfühlt oder nicht, kann es auch kommunizieren.

Du brauchst die Fähigkeit deinen Körper, seine Veränderungen und auch deine mentalen Fortschritte wahrnehmen zu können. Also investiere in Achtsamkeit und Selbstreflexion.

 

6. Optimismus und Geduld

Auch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut. Bodybuilding und Fitness benötigen Zeit, um auch tatsächlich Ergebnisse zu liefern. Vertraue darauf, dass du deine Ziele erreichen kannst und verfolge deine Fortschritte mit Optimismus.

 

7. Ein „Work Mindset“

Du musst willens sein hart für die Erreichung deiner Ziele zu arbeiten. Nicht jeder ist mit guter Genetik gesegnet (ok, eigentlich so gut wie niemand) und dir muss bewusst sein, dass dir deine Ziele nicht zufliegen, sondern dass du ein gutes Stück Arbeit investieren wirst müssen.

 


 

Welche Eigenschaften machen dich UNCOACHBAR?

1.Unfähigkeit zu Kommunizieren

2.Eine bereits fixe Meinung zu (komplexen) Themen

3.Widerstand gegen Veränderungen aller Art

4.Unfähigkeit einem Plan oder Vorgaben zu folgen und Ausreden für alles zu finden

5.Ein negatives Mindset – alles in einem negativen Kontext zu sehen

6.Eine schlechte Selbst-Wahrnehmung (auch was deine Angewohnheiten angeht)

7.Selbst auferlegte Grenzen bei deiner Arbeits-Moral

8.Mehr zu erwarten als du gewillt bist selbst zu leisten

 


 

Ich will damit nicht sagen, dass falls ein oder mehrere dieser „uncoachbaren“ Punkte auf dich zutreffen, dass du keinesfalls coachbar bist, sondern dass du eventuell abwarten solltest bis du mit dir selbst mehr im Reinen bist, bevor du dir einen Coach nimmst.

Für den Coaching-Erfolg sind alle diese Punkte wichtig. Dein Coach möchte dich zum Erfolg führen, und das nicht nur was deine Fitness Ziele angeht, sondern auch im Sinne von mentalem Wachstum und deinem Lifestyle. Wenn du also immer nur das negative in allem siehst, die Prioritäten des Coachings vernachlässigst oder ihnen erst garnicht folgst, machst du das Coaching für deinen Coach um einiges schwieriger – wenn nicht sogar unmöglich.

Dein Coach erwartet bestimmt keine Perfektion von dir. Aber was er/sie erwarten wird, ist dass du so gut wie möglich mit ihm/ihr zusammenarbeitest und tatsächlich auch Arbeit in die Erreichung deiner Ziele investierst.

 

 

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TIPPS FÜR COACHES


Im folgenden Abschnitt möchte ich noch ein Thema speziell für Coaches und jene die es werden wollen ansprechen, worüber nicht gerne geredet wird, was aber leider auch öfter mal Thema im Fitness Coaching Business ist.


 

MENTALE bzw. PSYCHISCHE PROBLEME bei KlientInnen

 

Wenn man neu ist im Fitness Coaching Business, möchte man allen Menschen bei der Erreichung ihrer Ziele helfen, koste es was es wolle. Das geht auch oft zu Lasten der eigenen Psyche, da KlientInnen oft mehr von einem Coach erwarten, als tatsächlich möglich ist.

ABER

Ein Coach ersetzt auf keinen Fall einen Therapeuten oder einen ausgebildeten Psychologen – und sollte er/sie auch nicht.

KlientInnen die unter Selbstwahrnehmungs- und/oder Essstörungen oder anderen psychischen Problemen leiden, suchen oft eine Lösung in körperlicher Veränderung und nehmen sich einen Fitness Coach.

Leider kann ein Coach nicht in die Köpfe seiner KlientInnen blicken und oft kommen tief sitzende Probleme erst später zum Vorschein.Weight-24

Mein Rat an alle Coaches: Nehmt das Verhalten solcher KlientInnen nicht persönlich!

Sprecht das Problem, wenn notwendig, vorsichtig an, aber werdet nicht aggressiv, beleidigend oder verletzend. Der/Die KlientIn weiß vermutlich garnichts von seinem/ihrem Problem. Passiv-aggressive Reaktionen des/der KlientIn sind oft die Folgen solcher Konfrontationen.

Als Fitness Coach seid ihr nicht verpflichtet euch mit diesen Problemen zu befassen. Das übersteigt (meist) den Rahmen des Coachings – es sei denn ihr seid ausgebildete/r PsychologInnen und bietet das zusätzlich an.

Eine Auflösung der Zusammenarbeit ist der beste Rat den ich anderen Coaches an dieser Stelle geben kann. Und nehmt es euch nicht zu Herzen. Nicht jeder Mensch ist coachbar und man kann auch nicht allen Menschen helfen.

Als Coach, sowie als Mensch, wächst man mit jeder Erfahrung.

 

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